Fahrrad-Action
Bei Chez Broié geht es nur ums "Fressen und Glotzen", heißt es. Aber gerade
das stimmt nicht! Wir, also das Chez Broié Team, unternehmen noch viel mehr, so daß wir
doch ab und zu selbst vom Ausmaß der Abenteuer überrascht sind, die wir erleben. Am
Freitag, den 10.7.1998 z.B. trieben wir ganz ausgelassen zusammen Sport. Weil wir doch so
gute Freunde sind, die ganz gern ihre Freizeit zusammen gestalten, beschlossen wir, an
diesem Abend mal etwas miteinander zu unternehmen - wie z.B. eine Fahrradtour zu machen.
Die Idee zu dieser Aktion kam eigentlich schon vorher auf, nämlich als Knoncken und
Breuer, sich gerade auf einer sogenannten Wir- haben- uns- jetzt- schon- die- ganze-
Woche- darauf- gefreut- und- jetzt- wird- diese- Fahrradtour- auch- gemacht- ,obwohl- es-
regnet!!!- Fahrradtour durch Dötlingen im Rahmen unserer Aktivität in den
Delme-Werkstätten befanden. Die Hoffnung auf Abenteuer und Action ließ Breuer die Idee
mit inbrünstiger Hingabe promoten, was dann glücklicherweise auch den Rest des Teams
motivierte. So kam es also, daß wir, d.h. Knoncken, Buffalo, der Briefmarkenkatalog,
Fahlers und Breuer, uns an eben jenem Freitag-Abend auf unsere Drahtesel schwangen, um die
umliegende Gegend unsicher zu machen.

Wenn man auf eine Autobahnbrücke steht, kann
man Autofahrern zuwinken.
Freundliche Menschen winken zurück.
Einer von Brulf und Breuer peinlichst genau ausgearbeiteten Route folgend, machten wir uns erst einmal daran, Bookholzbergs wichtigste Sehenswürdigkeiten, d.h. einen im Schäfersweg geparkten Sonnenschein-Bus, den Garten von Landmaschinen-Bährs sowie den Schulhof der Real- und Haupschule, auszuchecken. Mit unserem Eindringen in den Hasbruch, wollten wir die Tour nun ihrem absoluten Höhepunkt entgegen treiben. Geschwind fegten wir durch das Dickicht, immer dem See entgegen, der sich laut Bruffallos Aussage im Hasbruch befinden und das Ziel unserer Reise sein sollte. Aber wie schon so oft vorher hatte Brulf gelogen. Im Hasbruch gab es gar keinen See! Um ein lohnenswertes Ziel ärmer kurvten wir noch einige Zeit durch das Gehölz, wobei wir uns nur zu gern noch von der beeindruckenden Erscheinung der viele tausend Jahre alten sogenannten "uralten Eiche" faszinieren ließen. Hätten wir zu diesem Zeitpunkt schon gewußt, was uns blühen sollte, wären wir vielleicht nicht mehr so unbedarft weiter durch den dunklen Wald geradelt. Wie hätten wir denn auch wissen sollen, daß im Hasbruch die Gesetze von Raum und Zeit nicht zählen. Wie hätten wir ahnen können, daß die Dinge in diesem dunklen Dickicht nicht das sind, was sie scheinen. Was die Eulen können, kann ein ganzer Wald sowieso schon lange. Was gibt ein so alter, legendenbehangener Forst schon auf unsere Naturwissenschaften? Wieso glauben wir eigentlich, daß sich Mutter Natur unbedingt unserem popeligen Interpretationsmuster zu beugen hätte? Wir sollten an jenem Freitag eines besseren belehrt werden. Während wir nämlich so dahinradelten, ließ der Wald seine Jahrtausende alte Magie wirken und wir bewegten uns eben abseits jeglicher vermeintlich absoluten Gesetzmäßigkeit durch Raum und Zeit. Plötzlich fanden wir uns also auf der Autobahnbrücke in Höhe der Rastsätte Hasbruch wieder. Viele Kilometer von Bookholzberg entfernt. Plop! Wie durch einen Teleporter!

Nach langer Fahrstecke hat man sich auch mal 'ne Pause verdient!